Vorprozessuale Beratung
Vorprozessuale Beratung

Vorprozessuale Beratung

Erscheint eine gerichtliche Auseinandersetzung unvermeidbar, so können wir Ihnen bereits in dem vorprozessualen Stadium wertvolle Hilfestellungen geben, durch die folgendes erreicht wird:

  • Ermittlung der tatsächlich bestehenden Problemstellung, deren Verursacher und der Schadenshöhe
  • Hilfestellung bei der Entscheidung, ob ein Rechtsstreit überhaupt geführt werden sollte und falls ja, gegen wen
  • zutreffender und substantiierter Vortrag von Mängeln bzw. Vortrag zur Abwehr von Mängelbehauptungen
  • möglicherweise kürzere Verfahrensdauer
  • deutlich bessere Aussicht auf einen erfolgreichen Verlauf der Streitigkeit

Hintergrundinformationen

In manchen Streitfällen lässt sich eine gerichtliche Auseinandersetzung, entweder als Selbständiges Beweisverfahren oder als ziviles Klageverfahren, nicht vermeiden.

Der potentielle Kläger als Nicht-Fachmann/-frau in gebäudetechnischen Fragen hat oft nur eine vage oder u. U. auch eine tatsächlich nicht zutreffende Vorstellung davon, was seiner Auffassung nach nicht ordnungsgemäß ist.

Der Rechtsvertreter des Klägers, selbst auch ohne Fachwissen in Bezug auf die technischen Sachverhalte, ist zur Erarbeitung der Klageschrift auf die Informationen des Klägers angewiesen. In der Klageschrift werden Mängelbehauptungen aufgestellt, die i.d.R. als Grundlage der Beweisfragen dienen, die von den gerichtlich bestellten Sachverständigen im weiteren Verlauf des Verfahrens zu beantworten sind.

In nicht wenigen von uns als Sachverständige auf Seiten des Gerichts begleitete Rechtsstreitigkeiten haben wir festgestellt, dass die Beweisfragen nicht das tatsächlich vorhandene Problem beschreiben. Da die gerichtlichen Sachverständigen jedoch nur die an sie gestellten Fragen beantworten und keine ggfls. von ihnen erkannten, weitere Problem-Sachverhalte bearbeiten oder auch nur darauf hinweisen dürfen, kann der Rechtsstreit in eine ungewünschte Richtung abdriften. Das eigentliche Problem wird dabei gar nicht oder nur teilweise behandelt, so dass, selbst im Falle des Obsiegens, das anfänglich bestandene Problem nur unzureichend gelöst wird. In anderen Fällen tritt das eigentliche Problem erst nach dem Vorliegen des ersten gerichtlich bestellten Sachverständigen-Gutachtens zu Tage, was einen weiteren Beweisbeschluss und ein weiteres Gutachten erfordert, wodurch das Verfahren erheblich verzögert und verteuert wird.

Wir beraten die Parteien und deren Rechtsvertreter im Vorfeld einer Rechtsstreitigkeit, indem wir durch unsere Untersuchungen die tatsächliche Problemstellung und die Schadenshöhe ermitteln. Die Untersuchungs-ergebnisse dienen dann zunächst zur Entscheidungsfindung, ob ein Rechtsstreit überhaupt geführt werden soll, gegen wen ggfls. Klage und in welcher Höhe erhoben werden soll. Unter Umständen kann auch ein Schieds- und Mediationsverfahren in Betracht gezogen werden.

 

Klageerhebung

Im Falle einer Klageerhebung können wir technische Hilfestellung bei der Formulierung der Mängelbehauptungen geben. Teilweise erstellen wir bereits in diesem Stadium ein Gutachten, welches der Klageschrift als Anlage beigefügt wird. Ein solches Gutachten wird zwar von der Gegenpartei und auch dem Gericht i.d.R. als parteiisches Gutachten bewertet, aber als ein Gutachten von bei den Gerichten bekannten öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen verfehlt es seine Wirkung selten. Im weiteren Verlauf des Rechtsstreites können wir Sie selbstverständlich weiterhin sachverständig beraten.

Durch die vorbeschriebenen vorprozessualen Beratungen ist sichergestellt, dass mit dem Rechtsstreit auch die tatsächlich bestehende Problematik zielgerichtet behandelt wird. Eine fundierte, substantiierte Mängelbehauptung, ggfls. unterlegt mit einem Gutachten, erschwert es der gegnerischen Partei überdies, mit ihren Argumenten durchzudringen, so dass sich die Aussicht auf einen erfolgreichen Verlauf der Streitigkeit für den Kläger insgesamt deutlich verbessert.

Eine vorprozessuale Beratung oder eine sachverständige Begleitung während eines Rechtsstreits kann selbstverständlich auch für Auftraggeber erfolgen, die ein Klageverfahren erwarten oder bereits Beklagte sind.

Sofern wir für eine Partei vorprozessual tätig waren, so können wir in dem gleichen Verfahren selbstverständlich nicht mehr als gerichtlich bestellte Sachverständige tätig werden. Ebenso können wir selbstverständlich auch keinerlei Rechtsberatungen durchführen.